Edeltraut Freyman stellt sich vor

  • Mein Name ist Edeltraut Freyman, ich bin männlich, 52 Jahre jung und wurde auf der wunderschönen Insel Rügen in der ehemaligen DDR geboren.


    Ich werde ihnen mal ein bisschen was über mein Leben erzählen.


    Ich wurde am 18.06.1965 im Krankenhaus der Inselhauptstadt Bergen geboren. Sie fragen sich sicherlich warum mein Name als Männlein so ausfällt. Sagen wir es so: Die damalige Hebamme war leider eine leidenschaftliche Kornbrand-Liebhaberin und vertauschte dadurch regelmäßig die Namen der Neugeborenen. Als es meiner Mutter auffiel, welche mich sonst Otto genannt hätte, beschwerte sie sich nicht. Fragen sie mich nicht warum ihr so ein altmodischer Mädchenname so gefällt, aber sie behielt meinen Namen bei. Mein Vater war während meiner Geburt in irgendeinem Militärmanöver der NVA , so konnte er sich erst eine Woche später über meinen Namen aufregen. Irgendwo rennt jetzt eine Frau namens "Otto Müller" durch die Gegend, aber das ist ja schließlich nicht mein Problem.


    Genug zur Namensgebung, nun komme ich zu meiner Familie und meinen Werdegang.


    Ich wuchs in einem sehr abgelegenen Dorf namens "Polchow" auf. Beide meiner Elternteile haben preußische Wurzeln, deswegen auch der Nachname "Freyman" ( falls sie denken das der Nachname eigentlich Freeman heißen soll). Das Dorfleben war sehr simpel und langweilig. Als ich 5, war musste ich täglich mit meinem 3 Geschwistern auf dem Feld helfen, es war immer eine Höllenarbeit, jedoch war die DDR ja auch ein "Arbeiter- und Bauernstaat". Ich besuchte nach der Grundschule die polytechnische Oberschule in Bergen, unsere Eltern fuhren uns immer mit dem alten Trabant in die Kleinstadt. Mein Vater war wie weiter oben geschildert schon vor meiner Geburt bei der NVA, ich sah in nur selten. Als die Pubertät einsetzte, machte ich mit meinen Dorfkumpels viel mist, wirklich sehr viel. Wir hatten auf dem Dorf nicht viel außer massenweise Schnaps und Traktoren, diese Kombination ist in der Nähe von Jugendlichen natürlich nicht das beste. Ich kann mich noch gut daran erinnern wie wir damals die Hütte der Nachbarsfamilie Schneider mit dem Traktor platt gemacht haben, mann war das eine geile Zeit. Mit 17 Jahren setzte dann langsam die Pubertät aus und das ernste Leben ein, ich wusste nicht wirklich, was ich machen wollte. Die NVA wollte mich zum Wehrdienst einziehen, mit Beziehungen und gutem Redestil konnte ich dies Gottseidank vorerst verhindern. Ich begann 1982 eine Lehre zum Schlosser, welche ich 1985 beendete. Es war schon schwer die Familie zu verlassen, jedoch sah ich auf dem Dorf einfach keine Zukunft. Ich zog nach Bergen und arbeitete dort 4 Jahre bis 1989. Das Jahr 1989 war das Beste was je in meinem Leben passiert ist. Die ganze DDR war in eine Art Euphorie versetzt, nach dem Mauerfall konnten wir nun die Welt erkunden, raus aus diesem sozialistischen Gefängnis. Ich bin sofort mit alten Kumpels in den Trabbi gestiegen und habe einen Roadtrip durch die ganze BRD gemacht, von der Nordsee in Schleswig-Holstein bis in die Hochgebirge von Bayern. Danach klang die Euphorie ab und der Ernst des Lebens startete von vorne. Ich setzte mich in Hamburg ab und arbeitete dort von 1990 bis 2015. Ich habe diese Stadt wirklich geliebt, jedoch sehnte ich mich nach 25 Jahren nach etwas neuem. Im Jahr 2015 versuchte ich mein Glück auf der Insel Stratis jedoch traf mich dort wieder dieses bedrückende Gefühl des Dorflebens. Ich ging wieder nach Hamburg zurück und arbeitete wieder 2 Jahre. Nun sehne ich mich nach einem Leben auf einer Insel, welche einem mehr bietet, Altis scheint mir dafür Perfekt.


    Joa, das war es eigentlich soweit. Ich freue mich auf eine neue Zukunft. Wer weiß, vielleicht lassen sich ja neue Bekanntschaften mit anderen schließen.


    MFG


    Edeltraut Freyman

    Sie fragen alle immer wie ich so verdammt gute Mettbrötchen mache. Die antwort ist folgende: Ich bin das Mettbrötchen.